Neubau des Sportbads NeckarPark ist abgeschlossen - Betrieb startet im Anschluss an die Abnahme- und Testphase voraussichtlich nach der Freibadsaison - OB Nopper: "Großer Tag für die Sportstadt Stuttgart"

Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit ist das Sportbad NeckarPark im Rahmen eines kleinen Festakts eingeweiht worden. Entstanden ist ein modernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Schwimmsportzentrum im NeckarPark. Im Anschluss an die folgenden Abnahmen und den Testbetrieb steht es allen Nutzern voraussichtlich nach der Freibadsaison zur Verfügung. Zum Bauabschluss haben sich Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau mit weiteren geladenen Gästen am Montag, 27. Juni, ein Bild von dem neuen Sportbad NeckarPark gemacht.

OB Nopper sagte: "Für die Sportstadt Stuttgart ist der heutige Tag ein großer Tag. Wir eröffnen hier und heute das modernste Sportbad Deutschlands. Das neue Sportbad liegt nicht nur an der Mercedesstraße, es ist auch der Mercedes unter den deutschen Sportbädern - technisch auf dem neuesten Stand, energieeffizient, national in jeder Hinsicht wettkampftauglich."

Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau wies auf die baulichen Besonderheiten des Sportbads NeckarPark hin: "Alle Nutzergruppen erwartet ein Schwimmbad, das sowohl im gewählten Materialmix Beton, Stahl, Holz und Glas als auch in der technischen und energetischen Ausstattung alle zeitgemäßen Anforderungen an einen Badneubau erfüllt. Die verwendeten Baumaterialien, insbesondere der zur Raumgestaltung eingesetzte Sichtbeton unterstreichen die Funktionalität des Sportbads. Die profilierten Blechfassadenelemente changieren im Licht und geben der Außenansicht ein lebendiges Erscheinungsbild." Thürnau beschrieb auch die Herausforderungen während der Sanierung: "Ein hoher Aufwand war die Kampfmittelsondierung, da sich das Baugrundstück auf dem ehemaligen Güterbahnhof befindet. Schwer zu schaffen machten uns auch die aktuellen Ereignisse, besonders die im letzten halben Jahr eingetretenen außerordentlichen Störungen im Bauablauf durch Lieferkettenengpässe sowie erhöhten Ausfallquoten bei den Firmen."

Der Geschäftsführer der Stuttgarter Bäder, Alexander Albrand, lud die Gäste zu einem gesunden Imbiss ein und sagte: "Ich freue mich, dass wir nach den anstehenden Abnahmen und dem Probebetrieb mit Stuttgarts Schwimmsportzentrum Sportbad NeckarPark zahlreichen Stuttgarter Vereinen, Schulen, der Öffentlichkeit sowie weiteren Nutzern ein neues Zuhause übergeben können."

Bei einem Rundgang erläuterten der Prokurist von AHM Architekten, Professor Peter Arnke, der bei den Vorplanungen unterstützte sowie Grischa Lehmann, Geschäftsführer von Lehmann Architekten, der die weitere Planung, Gestaltung und Umsetzung des neuen Sportbads NeckarPark verantwortete, ihre Gedanken und die architektonischen Besonderheiten des Bads.

Hintergründe zum Neubau

Der Bäderausschuss fasste im Oktober 2017 den Projektbeschluss für den Neubau von Stuttgarts Schwimmsportzentrum im NeckarPark und stimmte im März 2018 einem zusätzlichen Maßnahmenkatalog zum Masterplan 100 % Klimaschutz zu. Nach dem Baubeschluss im Oktober 2019 konnte am 7. Januar 2020 mit dem Neubau begonnen werden. Der Rohbau war im Oktober 2020 fertiggestellt. Die Folgemonate, das komplette Jahr 2021 und das erste Halbjahr 2022 standen ganz im Zeichen der weiteren Baumaßnahmen: Unterkonstruktion und Fertigstellung der Fassade, Dacharbeiten und Installation der technischen Anlagen auf dem Gebäudedach, Innenausbau sowie Vorbereitung der Außenanlagen. Der Gesamtfinanzierungsbedarf des Bades liegt bei 44 Mio. Euro.

Ausgestattet ist das Bad mit einem 50-Meter-Becken, das mit der Wassertiefe von durchgehend zwei Metern und den acht Bahnen den Kriterien für nationale Wettkämpfe entspricht. Das 50-Meter-Becken ist mittels einer Hubwand in zwei Becken zu 25 bzw. 23 Metern Länge teilbar und kann so gleichzeitig von zwei Gruppen genutzt werden. Als weiteres Becken steht den Wassersportlern, Schul- und Vereinsschwimmern ein 25-Meter Mehrzweck-Variobecken mit einer 1- und 3-Meter Sprunganlage zur Verfügung. Als Besonderheit ist dieses 25-Meter-Becken in einer Beckenhälfte mit einem Hubboden ausgestattet, mit dem sich die Wasserhöhe zwischen 0,00 und 2,00 Metern variieren lässt.

Auf die Barrierefreiheit des Bades wurde besonders Wert gelegt. Vom Parkplatz bis ins 2. Obergeschoss ist diese durch verschiede Maßnahmen gewährleistet: Ein taktiles Bodenleitsystem führt durch das ganze Bad. Der Beckeneinstieg ist durch einen mobilen Lifter möglich. Hinzu kommt auch die rollstuhlgerechte Anbringung der Türgriffe, was weitgehend allen Menschen den Besuch des Bades und zugleich Inklusion auch auf dem Beschäftigungssektor ermöglichen soll.

Im ersten Obergeschoss finden künftige Badegäste, getrennt nach den einzelnen Nutzergruppen, großzügige Umkleidebereiche samt den entsprechenden Sanitärräumlichkeiten.

Für Zuschauer von Wassersportwettkämpfen bietet die großzügige Tribüne (ca. 380 Sitzplätze) im Schwimmbadbereich zusammen mit der Galerie im zweiten Obergeschoss (ca. 520 Stehplätze) ausreichend Platz. Veranstaltern stehen zudem ein geräumiger Gastrobereich sowie gut ausgestattete Besprechungsräume zur Verfügung.

Kasse, Ausbildungszentrum sowie der Technikbereich des Sportbads liegen im Erdgeschoss. Für den Technikbereich stellt das durchaus eine Besonderheit dar, die im Standort begründet liegt. In diesem Gebiet besteht Heilwasserschutz, deshalb durfte kein Untergeschoss gebaut werden.

Das Ausbildungszentrum ist mit Schulungs-Seminarraum, Chlorgas-Schulungsraum sowie Schulungsbecken inklusive Badewassertechnik ausgestattet und bietet Azubis des Berufsbilds Fachangestellte*r für Bäderbetriebe (m,w,d) bei den Stuttgarter Bädern damit beste Ausbildungsbedingungen.

OB Frank Nopper BM Thürnau drücken die Stoppuhr für den Countdown bis zur Eröffnung des Bades für Nutzer
Foto: Kraufmann, LHS